Angus das unschuldige Infofrettchen

 

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Ein dunkler Raum


Ich sitze in einem dunkelen Raum umgeben von Schatten und nichtssagenden Gegenständen, die mir nicht gehören und denen meine Interesse nicht gehört. Ich blicke zur gegenüberliegenden Ecke des Raumes und sehe die Tür die offen steht und doch geschlossen scheint. Lich dringt durch sie herein, jedoch so schwach und unscheinbar, dass es hätte auch vorloren gehen können. Mein Körper ruht auf einem gemütlich wirkenden Sessel, der jedoch so wie ich in ihm sitze alles andere als bequem ist. Ich liege zusammengekauert zwischen den Lehnen und schließe die Augen um nicht den Raum sondern einfach nur nichts zu sehen. Eine Kälte schleicht sich von meinen Zehenspitzen über meinen Körper, mich schauderts und doch ist es uninteressant. Wenig später greife ich zu einer Decke, die mich nie berührte und es nach diesen Tag nicht mehr tun wird. Gibt sie mir Wärme?
Meine Füße sind nicht mehr wie Eis, meine Gänsehaut verschwindet von den Beinen. Gibt sie mir Wärme?
Ich spüre es nicht! Ich bemerk es nicht. Warum kann ich es nicht spüren? Bin ich abgestumpft? Hab ich keine Lust was zu spüren? Ignoriere ich Veränderungen?
Nein das nun wirklich nicht. Nur kann mir nichts Körperlich etwas bieten wenn meine Herz so in die kalte Tiefe gezogen wird. Ich sitze alleine in einem Zimmer, das mir nicht gehört und doch zu meinem wird, da keiner da ist der es mir nehmen könnte. Ich brauch es nicht, ich will es nicht und doch ist es mein. Mein Blick verliert sich wieder ... nein das ist gelogen, er sucht immer wieder dem Weg zur Tür. Kommt jemand? Kann ich wollen das jemand kommt? Wer sollte es sein den ich mir erwünsche? Was kann ich mir überhaupt wünschen? Kann ich überhaupt was?
Ja ich kann, ich kann vieles und doch nichts. Weiß heißt hier nichts, soviel kann ich wahrnehmen und doch ist nicht das dabei was ich gerne hätte. Man spürt immer Schmerz wenn man es wünscht, schon der Wille danach gibt ihm einen. Bin ich ein Zauberer, sodass ich Etwas aus dem Nichts erscheinen lassen kann? Wäre die Welt nicht langweilig ohne einen gewissen Zauber? Aber wem interessiert gerade die Welt?
Mich nicht! Nein, ich hab genug mit mir zutun. Nein, wieder falsch, ich habe mit allen zutun nur keiner mit mir. Kann man das überhaupt verlangen? Kann man sagen denk an mich? Kann man das sagen, wenn man in deinen dunklen Raum sitzt indem einen eh keiner sieht?
Ja man muss es verlangen! Wenn man sich lange gegen den Egoismus widersetzt, ist man gezwungen andern die Arbeit zu überlassen an einen zu denken, wenn man immer nur versucht an andere zu denken. Wieder flieg mein Blick zu Tür. Keiner tritt ein....
Wieso gibt es eine Tür wenn keiner rein kommt und keiner raus will? Will ich denn nicht raus? Kann ich nicht warten bis mich jemand herausführt? Kann mich jemand harausführen?
JA IHR KÖNNT ES .... ihr??? Seid ihr da? Seid ihr nicht nur Stimmen? Könnt ihr Stimmen sein, wenn ich nicht mehr weiß wie ihr kling? Könnt ihr geordnet reden, wenn ich euch nur verwirrend anordne? Gibt es euch so wie in meinen Gedanken? Könnt ihr als Mensch durch diese Tür da gehen?
Sie ist offen! Ist sie überhaupt da? Hab ich sie verschlossen? Ich sehe doch einen großen Spalt, den sie offen steht.
So kommt herein! Seid ihr nicht schon drin? Ich höre euch doch? Höre ich euch oder was anderes? Oder höre ich nur mein Gewissen, das mich nach draußen zieht? Komisch es klingt wie ihr? Es klingt wie Nancy, Kurai, Rabea, Torsten, .... tut es das? Ich höre eure, nicht meine Meinung. Ich seh euch nicht und doch scheint es nicht meine Stimme zu sein. Bin ich anders geworden? Bin ich wie eine Mischung von euch geworden?

Nein!... das nicht. Doch wo ist meine Stimme in meinem Kopf? Gibt es sie noch? Hab ich nicht langsam zuviele um mir überhaupt zuzuhören? Kann ich mich noch ertragen, wenn ich mich sooft vergesse und ignoriere?
Ich mich vergessen .... wen seinen wirren Gedanken lausche ich wenn nicht meinen? Sie sind mir, aber sind sie auch von mir?

Das Licht schwindet, mein Herz blutet, die Wände werde von Rost und Blut überzogen. Die Wände bekommen strukturen, die Luft wird stickig, es wird schwühl, mein Atmen stockt, ich habe Angst und sie geht. Mein Blick bleibt....

Alles ändert sich nur die Tür bleibt leer. Blut tropft von der Decke, trifft meine Stirn und rinnt herab. Mein Herz blutet und verändert mein Körperliches. Das Innere verändert das Äußere. Ihr könnt es sehen wie ich leide.
NEIN! ... ihr könnt es nicht sehen. Ihr seid nicht da. Eure Augen liegen woanders. Eure Interesse entzieht sich meinem Leben. Ihr wisst nicht mal was ich gerade tue.
Ich wähle mir die Tränen als Kuscheltier, als Schutz .... doch sie halten nichts aus. Sie zergehen so schnell. Ist meine Decke ein Schutz? Ist es der Sessel? Der Raum? Hab ich Schutz? Hab ich das Gefühl der Geborgenheit?



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